So wird gerechnet
Das Betonvolumen ist die Streifenlänge unter allen Wänden × Breite × Höhe plus Reserve. Längsstäbe laufen über die ganze Länge, für Übergreifungen und Ecken kommen 10 % hinzu. Bügel werden im gewählten Abstand gesetzt; ein Bügel ist der Korbumfang bei 5 cm Betondeckung plus 20 cm für Haken. Das Gewicht folgt 0,00617 × Durchmesser² kg pro Meter.
Beton = Länge × Breite × Höhe × (1 + Reserve)Längsbewehrung = Länge × Stabanzahl × 1,1Gewicht pro Meter = 0,00617 × d² (d in mm)Beispiel
Ein 36 m langer Streifen mit 40 × 100 cm Querschnitt braucht 15,12 m³ Beton mit 5 % Reserve. Vier Stäbe Ø12 mm ergeben 158 m (141 kg, 27 Stäbe à 6 m). 91 Bügel Ø8 mm à 2,6 m ergeben 237 m (93 kg). Schalung 28,8 m², Sand 5,2 m³.
Tipps aus der Praxis
- Die Gründungstiefe muss frostfrei sein, in Deutschland meist 80 cm; maßgebend ist die Statik.
- Die Bewehrung braucht ringsum mindestens 40–50 mm Betondeckung; Abstandhalter verwenden.
- Den Streifen an einem Tag ohne Arbeitsfugen betonieren und verdichten.
Fragen und Antworten
Welche Bewehrung braucht ein Streifenfundament?
Für ein Einfamilienhaus oft 4–6 Längsstäbe B500B mit 12–14 mm und Bügel Ø8 mm alle 30–40 cm, je nach Statik.
Wie viel Beton braucht ein Streifenfundament?
Länge unter allen Wänden × Breite × Höhe. 36 m mit 0,4 × 1 m sind 14,4 m³ ohne Reserve.
Braucht man ein Sandbett?
Eine verdichtete Sand- oder Kiesschicht von 15–30 cm gleicht den Untergrund aus.
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