So wird gerechnet
Der Wärmebedarf wird überschlägig aus dem Raumvolumen ermittelt: 30 W pro m³ bei gut gedämmten, 40 bei durchschnittlichen und 50 bei schlecht gedämmten Häusern. Eckräume erhalten 20 % Zuschlag. Die Normleistung eines Heizkörpers gilt für eine bestimmte Übertemperatur und wird nach EN 442 auf Ihr System umgerechnet. Für die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ersetzt das keinen Fachplaner.
Wärme, W = Länge × Breite × Höhe × (30, 40 oder 50 W/m³)Korrektur = (System-ΔT ÷ Norm-ΔT)^1,3Katalogleistung = Wärme ÷ KorrekturBeispiel
Ein Raum von 5 × 4 m mit 2,7 m Höhe in einem gut gedämmten Haus braucht 1 620 W. Bei einem Kessel 75/65 °C bringt ein Flachheizkörper seine Katalogleistung (ΔT 50), also einen mit mindestens 1 620 W wählen.
Tipps aus der Praxis
- Heizkörper unter dem Fenster und mindestens 70 % so breit wie das Fenster montieren.
- Lange Heizkörper diagonal anschließen oder mit Mittenanschluss wählen.
- Mit Wärmepumpe brauchen Heizkörper die 2- bis 3-fache Katalogleistung.
Fragen und Antworten
Welche Leistung für 10 m²?
Bei 2,7 m Raumhöhe und guter Dämmung etwa 810 W bei Ihrer Systemtemperatur.
Was bedeutet ΔT 50?
Die Differenz zwischen mittlerer Heizkörper- und Raumtemperatur, bei der die Leistung gemessen wird. Kataloge nach EN 442 nutzen ΔT 50.
Warum brauchen Wärmepumpen größere Heizkörper?
Das Wasser ist kühler, jeder Quadratmeter Heizfläche gibt deutlich weniger Wärme ab. Der Rechner korrigiert das.
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